Auf einem Schrottplatz liegt das Wrack eines Mercedes 350 SL, Baujahr 1971.
350.000 Kilometer ist das Auto laut Tacho in vierzig Jahren gefahren, zehn Besitzer verzeichnet der Fahrzeugbrief. Ein Arzt fuhr ihn und ein italienischer Einwanderer, eine Studentin, ein junger Türke und ein gescheiterter Manager - Menschen, die sich nie kennenlernten, die nur der große Mercedes verband, der ihr Leben ändern sollte.
Niklas Maak erzählt die Geschichte der zehn Fahrerinnen und Fahrer und zugleich auch die Geschichte von vier Jahrzehnten Bundesrepublik: die Geschichte eines Landes, seiner Träume und Abgründe.
Er studierte in Hamburg und Paris Kunstgeschichte, Philosophie und Architektur und promovierte in Kunstgeschichte. Von 1999 bis 2001 war er Redakteur für Architektur und Streiflicht-Autor der Süddeutschen Zeitung. Seit 2001 ist er Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Maak leitet dort zusammen mit Julia Voss das Kunstressort. Maak lehrte unter anderem als Gastprofessor Architekturgeschichte an der Städelschule in Frankfurt am Main, sowie an den Universitäten in Basel und Berlin. Für seine Essays erhielt er den George-F.-Kennan-Preis. Er lebt in Berlin. Bei Hanser erschien zuletzt Der Architekt am Strand (Le Corbusier und das Geheimnis der Seeschnecke, Edition Akzente 2010).
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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