Stillman Wing ist 71 Jahre alt.
Er lebt, wie schon der Held in Josh Weils erster, viel gelobter Novelle ›Herdentiere‹, in den Blue Ridge Mountains in Virginia. Gerade wurde ihm gekündigt – um sich zu rächen, stiehlt er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Schmuckstück aus der Traktorensammlung seines alten Bosses, den Deutz Diesel, Baujahr 1928.
Fünf Jahre lang renoviert er ihn als Geschenk für seine Tochter. Er macht sich Sorgen um Caroline, sie ist schon 35, fettleibig und lebt in den Tag hinein, immer bringt sie neue, nutzlose Liebhaber nach Hause. Sie ist sein Ein und Alles.
Und dann geht sie, zieht zu den lauten Kommunarden am Ende des Tals, nimmt gefährliche rituelle Bäder in einem verseuchten
Teich und erwartet ein Kind. Stillmans Welt gerät vollständig aus dem Gleichgewicht. Da steigt er zum ersten Mal auf den funkelnden Deutz und fährt dorthin, wo die Rinder begraben sind und wo die jungen Leute tanzen und singen.
Er studierte an der Columbia University und veröffentlichte zahlreiche Short Storys in literarischen Zeitschriften. Zurzeit arbeitet er an seinem ersten Roman. Er lebt abwechselnd in New York und in einer Blockhütte im Südwesten Virginias. Seine Novelle ›Herdentiere‹ erschien 2009 im DuMont Buchverlag.
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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