Wer über sein eigenes Leben schreiben will, verstrickt sich bekanntlich leicht in ein Lügenknäuel.
Also erzählt nicht Irene Dische, sondern ihre Großmutter Elisabeth, genannt Mops, und die Enkelin setzt sich lustvoll deren süffisantem, gnadenlos vorurteilsbeladenem Blick aus. »Daß meine Enkelin so schwierig ist, hängt vor allem mit Carls geringer Spermiendichte zusammen« - ein Paukenschlag, mit dem das schlesisch-rheinische Familienensemble auf die Bühne gerufen ist.
Jetzt packt Großmama aus und erzählt: vom Alltag in der Provinz, von Flucht und Neuanfang in Übersee, von der Schwäche der Männer und dem Eigensinn der Frauen bis zu Irene, ihrem furchtbaren
Enkelkind …
Deutsch ist ihre Muttersprache. Ihr Vater, ein renommierter Wissenschaftler, stammt aus Galizien; ihre Mutter, 1939 aus Deutschland immigiert, war während der frühen sechziger Jahre Stellvertretende Obergerichtsmedizinerin von New York.
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
sf magazin lebt von Werbung. Sie haben keine Berechtigung, diese Site mit eingeschaltetem Ad-Blocker (Werbeblocker) zu surfen!
>>> Mehr Info ...