DER LETZTE GENTLEMAN DER GEGENWARTSLITERATUR
In seinen neuen Stories schreibt Franz Dobler über den Abend vor einem Feiertag, ein Mädchen in der Notaufnahme, eine Parkbankbewohnerin, das mysteriöse Pärchen Ying und Yang, ein vertrauliches Gespräch mit einer Katze. Diese Geschichten über die vermeintlichen Verlierer unserer Tage haben mehr Witz und Seele als die meisten Romane.
Ob Franz Dobler wirklich der »letzte bayerische Cowboy« ist, wie die FAS behauptete, muss bezweifelt werden – auch wenn er seit 1991, als mit »Jesse James und andere Westerngedichte« sein erstes Buch erschien, eine beständig wachsende Fangemeinde hat. Zu seinen Einflüssen zählen Jörg Fauser ebenso
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wie Johnny Cash, Rosa Luxemburg nicht weniger als Charles Bukowski. Und doch ist Franz Dobler eher der Gentleman der Gegenwartsliteratur – der Lässigkeit bewahrt, auch wenn's ernst wird. »Letzte Stories« sind 26 neue Geschichten, alphabetisch geordnet ergeben sie ein »ABC des Lebens«. Sie handeln zum Beispiel davon, wie jemand doch nicht wahnsinnig wurde. Oder von einem Mann in einer Bar, der sich keine Witze merken kann außer diesem: »Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Sex, es macht nur den Amateuren Spaß.«
Martin Amis:
Die schwangere Witwe
Hanser, Festeinband
Shumeet Baluja:
Silicon Jungle
suhrkamp nova, Broschur
Moti Kfir, Ram Oren:
Sylvia Rafael. Mossad Agentin
Arche, Festeinband
Martin Amis:
1999
Rowohlt, Festeinband
Sorj Chalandon:
Die Legende unserer Väter
dtv premium, Broschur
Douglas Coupland:
Eleanor Rigby
Hoffmann und Campe, Festeinband
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