So hatte sf magazin * im September 2008 gerade mal die Taschenbuch-Ausgabe von Andreas Eschbach's "Ausgebrannt" und John Ringo und Mike Resnick mit neuen Serien-Titel ausgewählt. Wesentlich wegweisender waren englischsprachige Originalausgaben wie Ken MacLeod's "The Night Sessions" oder Philip Palmer's "Debatable Space".
Gründe gibt es viele, zur Originalausgabe zu greifen, gerade im Science-Fiction-Literaturbereich, auf den sf magazin * spezialisiert ist. Der banalste ist die Unverfälschtheit in Duktus, Ausdruck und Inhalt der Sprache des Autors. Daneben stehen einige schlicht funktionelle Gründe.
Das beginnt damit, dass natürlich nur ein kleiner Bruchteil aller weltweit erscheinenden Bücher in deutscher Übersetzung erscheinen. Falls sie dies tun, kann es sein, dass der deutsche Verleger mit einer Verzögerung von Jahren oder Jahrzehnten die Markttauglichkeit für Deutschland zu erkennen glaubt.
Weiter hat der Leser oft mit schlechten Übersetzungen zu kämpfen.
Letztlich entscheidet dann ein ganz subjektives Empfinden des Lesers, ob er - auch bei vorliegender guter Übersetzung - schließlich doch lieber das unverfälschte Original genießen möchte.
Die Science-Fiction-Literatur, als Nische, teilen sich wenige deutsche Verlage. Entsprechend lückenhaft und von wenigen Entscheidern getroffen ist die Auswahl an übersetzten Titeln.
Artikel zu angesprochenen Titeln:
Ken MacLeod: The Night Sessions
Philip Palmer: Debatable Space
Andreas Eschbach: Ausgebrannt
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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