Elif Batuman schreibt über Klassiker der Weltliteratur, vorzugsweise der russischen, aber eigentlich erzählt sie vor allem von ihrer glühenden Leidenschaft für Bücher
Warum bloß bleibt Hans Castorp in Thomas Manns Zauberberg sieben Jahre im Sanatorium, obwohl er selbst keine Tuberkulose hat? Natürlich geht es um die Liebe. Und um die Liebe dreht sich auch alles in Die Besessenen. Elif Batuman erzählt von ihrer großen Bewunderung für die klassischen russischen Autoren und tut dies auf eine so kluge und berührende Weise, dass man bald selbst vor Begeisterung sprüht. Dabei liest sie niemals, ohne nicht gleichzeitig mit einem Auge auf ihr Leben und die Menschen um sie herum zu schielen. Wie
Don Quixote zieht sie aus, um in der Welt etwas über die Literatur zu erfahren und in den Büchern etwas über die Welt. Batuman schreibt dabei mit so viel schillernder Raffinesse, dass am Ende keine Literaturwissenschaft entsteht, sondern Literatur.
Sie machte an der Stanford University einen Doktor in Vergleichende Literaturwissenschaft und wurde mit dem Rona Jaffe Foundation Writer’s Award und dem
Whiting Writers’ Award ausgezeichnet. 2011 erhielt sie außerdem den erstmals vergebenen Terry Southern Prize for Humor der Paris Review. Batuman schreibt regelmäßig für The New Yorker, The New York Times, Harper’s Magazine und n+1 über Literatur und ihre Nebenwirkungen. Die Besessenen ist ihr erstes Buch, mit dem sie inzwischen nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zur Kultfigur wurde.
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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