Vater, Mutter, Teenagertochter, ein Häuschen vor der Stadt, Familienurlaub an der Nordsee. Mehr Normalität war nie.
Bis Maya einmal zu oft den wunden Punkt des Vaters trifft. Er rastet aus, sie flieht und läuft in ein Auto, ist tot. Das Leben wird plötzlich zum Horrortrip.
Als der wenig lebenstaugliche Musikjournalist seine große Liebe Betty kennenlernt, beginnt für ihn ein Familienleben, wie es normaler nicht sein kann. Die schlimmsten Probleme bereiten ihm Tochter Mayas kommerzieller Musikgeschmack und ihre Leidenschaft für den Schutz der Natur. Und da sind ab und an die Sticheleien, seine Ungeschicklichkeit und Wehleidigkeit betreffend. Am ersten Tag der Herbstferien kommt es aus scheinbar heiterem
Himmel zum Eklat. Maya läuft aus dem Ferienhaus weg und stirbt nach einem Verkehrsunfall. Damit gerät das Leben des Erzählers völlig aus den Fugen: Er verliert seinen Job an die eigene Tatenlosigkeit, die potenzielle Adoptivtochter an die Bitterkeit, die sich im Leben des Paares eingenistet hat, und schließlich Betty an die kruden Heilsversprechen einer religiösen Sekte. Doch das ist noch längst nicht alles. Dietmar Sous erzählt auf seine unnachahmlich lakonische Art, angereichert mit viel Musik, wie eine heile Welt zerbricht, und ermöglicht einen tragikomischen Blick in die Abgründe eines kleinbürgerlichen Lebens.
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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