»Palahniuk hat mit seinem Erzählton einen Nerv getroffen, der begeistert.«
Der Spiegel
Agent Nr. 67 ist ein jugendlicher Schläfer, in allen tödlichen Spielarten des Nahkampfs ausgebildet. Als Austauschschüler getarnt reist er aus einem totalitären Regime in die USA ein, um das verderbte westliche System von innen heraus mit einem vernichtenden Schlag zu treffen. Schon bei der Ankunft in seiner Gastfamilie hat er nichts als glühende Verachtung für diese Menschen übrig, die sich in ihrem Überfluss suhlen. Vor allem mit seinem Gastbruder, der dem schmächtigen Neuankömmling umgehend den Spitznamen »Bonsai« verpasst, verbindet Agent Nr. 67 spontaner und inniger Hass.
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Dieser »Schweinehundbruder«, so nennt er ihn, verkörpert alles, was in den Augen der indoktrinierten kleinen Killermaschine den dekadent-verkommenen Westen ausmacht. Doch mit der Zeit wird Bonsai merken, dass es nicht immer leicht ist, zu seinen Überzeugungen zu stehen. Denn »Schweinehundbruder« hat auch eine Schwester …
Und so gestaltet sich das Erwachen des Schläfers Nr. 67 schließlich ganz anders, als sich seine Ausbilder das vorgestellt haben.
„Palahniuk hat einen großen Teil der amerikanischen Gegenwartsliteraten rechts überholt, als die brav im Stau vor einer Ampelanlage standen, die er mit quietschenden Reifen bei Rot überquerte. Er hat nichts mit der kultivierten Schläfrigkeit eines Richard Ford gemein, aber viel mit der explosiven Anarchie eines David Foster Wallace oder George Saunders. Palahniuk ist ein radikaler Erzähler, seine Zeilen haben Speed, seine Bilder beschleunigen sich zu radikalen Kamerafahrten.“
Die Zeit
Chuck Palahniuk lebt in Portland, Oregon.
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