Über Wien ist ein unsagbares Unglück hereingebrochen.
Es hat die sozialen Netze zerrissen und breite Bevölkerungsschichten verarmen und ins Elend stürzen lassen. In einem vornehmen Pensionistenheim in Döbling sind nur noch sieben Damen und drei Herren übrig geblieben. Stunde um Stunde verbringen sie allein auf ihren Zimmern, bis eines Tages die Älteste alle zusammenruft. Sie schlägt vor, dass man sich zehn Tage lang jeden Nachmittag im Garten der Pension treffe, um einander Geschichten zu erzählen. Nicht irgendwelche Geschichten, sondern erotische. Gesagt, getan: Das Wiener Dekameron beginnt.
Die Erzählungen des bekannten Autors Christoph Braendle sind ein Gespinst aus historischen Wahrheiten
und Fabulierkunst und handeln von unterschiedlichsten erotischen und sexuellen Facetten: von der Entjungferung im Riesenrad, gewagten Spaziergängen durch das nächtliche Wien oder einer Künstlerloge im Hotel Orient. Die Mutzenbacherin, Casanova, Mozart, Schubert und Grillparzer – alle kommen vor.
Er schreibt Romane, Essays und Theaterstücke, daneben publiziert er Reportagen in diversen Zeitungen und Magazinen. Er ist Gründer und Leiter des Wiener Salon Theaters, Erfinder und Intendant der Vollmondserenaden, des Museum im Kasten (MiK) und der Reihe Literatur zum Fressen und leitet den Literaturworkshop Wien wörtlich.
Pierre Wazem, Tom Tirabosco:
Im Dunkeln
Avant-Verlag, Broschur
Toine Heijmans:
Irrfahrt
Arche, Festeinband
Virginie Despentes:
Apokalypse Baby
Berlin Verlag, Festeinband
Florian Scheibe:
Weiße Stunde
Luftschacht, Festeinband
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